Suchtprävention mit Begegnung:
Ich gehe nicht sofort wieder
Was vor- und nach dem Workshop passiert
Vor dem Workshop bin ich 45 Minuten da:
Aufbau, Technik, und vor allem die
Absprache mit den Lehrkräften. Gibt es aktuelle Vorfälle? Besondere
Konstellationen in der Klasse? Themen, die ich kennen sollte ?
Nach dem Workshop bleibe ich weitere 45 Minuten.
Wer reden will, kann kommen.
Einzeln, ohne dass die Klasse alles mitbekommt.
Erfahrungsgemäß kommen genau die Jugendlichen, die es betrifft und sie kommen
nur, weil vorher drei Stunden Vertrauen entstanden sind. Das ist der Teil des
Tages, wegen dem ich diese Format so mache.
Wo mehr nötig ist, arbeite ich mit der Schülerin oder dem Schüler darauf hin,
sich an eine Vertrauensperson an der Schule zu wenden – und stelle bei Bedarf
den Kontakt zu einer Fachstelle her.
Ich bin keine Suchtberatungsstelle und will keine sein. Ich bin der Zubringer:
Ich erreiche die Jugendlichen, die von sich aus nie in eine Beratung gehen
würden, und bringe sie dorthin.
Was Ihre Schule von mir erfährt
Sie erhalten eine anonymisierte Rückmeldung zu Themenlagen und erkennbarem
Bedarf in der Gruppe. Keine Namen, keine Gesprächsinhalte, keine Zuordnungen.
Die Ausnahme: Bei Hinweisen auf akute Gefährdung gebe ich die Information
weiter – nach einem festgelegten Verfahren, das Sie vor dem Termin von mir
bekommen. Ich sage der betroffenen Person vorher, dass und warum ich es tue,
und lasse niemanden allein, bis die Übergabe steht.
