
Zielgruppe: ab Klassenstufe 8
Dauer: ca. 3 Zeitstunden (inkl. kurzer Pausen)
Alternative Durchführung: 2 × 90 Minuten (z. B. an zwei aufeinanderfolgenden Tagen) – bei Bedarf auch als mehrjähriges Präventionsformat umsetzbar.
​
Grundprinzip
Der Workshop ist dialogisch und folgt einem klaren Leitfaden, ohne starr zu sein. Ich arbeite bewusst frei und situationsorientiert, damit Inhalte und Tiefe zur jeweiligen Klasse passen.
In anderen Kontexten (z. B. pädagogische Fachkräfte, Jugendhilfe, Wohngruppen, Einrichtungen) wird die Struktur entsprechend angepasst – dort stehen Austausch, Praxis Fragen und Reflexion oft noch stärker im Vordergrund.
​
1) Einleitung & biografischer Einstieg (ca. 60 Minuten)
-
Persönlicher Einblick in meinen Weg in die Sucht und zurück ins Leben
-
Ziel: ein ehrlicher, greifbarer Einstieg ins Thema – ohne Moralisieren
-
Lehrkräfte und pädagogische Begleitung sind in diesem Teil anwesend
-
Schaffung eines offenen Rahmens: Warum Menschen konsumieren, was dahintersteckt, wie schnell Grenzen verschwimmen können
​
2) Pause (10–15 Minuten)
-
Zeit zum Durchatmen und für erste Reflexion
-
kurze Zäsur, bevor der offene Austausch startet
​
3) Offener Austausch & Fragerunde (ohne Lehrkräfte)
Dieser Teil ist bewusst als geschützter Raum angelegt, damit Fragen ohne „Kontrollblick“ möglich sind.
Ablauf je nach Klasse:
-
Offene Klassen: direkter, organischer Dialog
-
Zurückhaltende Klassen: anonyme Fragen über ein Online-Präsentationstool, die dann gemeinsam besprochen werden
​
4) Abschluss & Zusammenfassung
-
Offene Punkte werden aufgenommen und eingeordnet
-
wichtigste Erkenntnisse werden gemeinsam festgehalten
-
Hinweise auf Hilfs- und Ansprechmöglichkeiten, wenn jemand Unterstützung braucht
​
Inhalte, die immer vermittelt werden
Unabhängig von der Dynamik in der Gruppe werden folgende Punkte zuverlässig angesprochen:
-
Suchtmechanismen verstehen: Ab wann wird Konsum problematisch?
-
Süchtige Verhaltensweisen erkennen: nicht nur bei Substanzen, auch bei Verhalten (z. B. Medien, Glücksspiel)
-
Umgang mit Druck, Stress & Unsicherheit: warum das oft ein Kipppunkt ist
-
Gefühle wahrnehmen statt wegdrücken: was Unterdrücken mit Konsum zu tun haben kann
-
Konsumkompetenz / Safer Use: Risiken erkennen, einschätzen und Verantwortung übernehmen
(ohne Konsum zu fördern – Fokus liegt auf Schutz und Schadensminimierung)